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<title>Ne me quitte pas</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Ne me quitte pas</span></h1>
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<p><b>Ne me quitte pas</b> ist ein <a href="Chanson" title="Chanson">Chanson</a> in <a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französischer Sprache</a> des belgischen <a href="Chansonnier" title="Chansonnier">Chansonniers</a> <a href="Jacques_Brel" title="Jacques Brel">Jacques Brel</a>. Es wurde erstmals am 11. September 1959 aufgenommen<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und im selben Jahr auf Brels vierter Langspielplatte, die auf <a href="Compact_Disc" title="Compact Disc">CD</a> den Namen <i>La valse à mille temps</i> trägt, bei <a href="Philips_Phonographische_Industrie" title="Philips Phonographische Industrie">Philips</a> veröffentlicht.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Lied handelt von einem Mann, der eine Frau in wachsender Verzweiflung bittet, ihn nicht zu verlassen. Es wurde zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Chansons Jacques Brels und von vielen anderen Künstlern in <a href="Coverversion" title="Coverversion">Coverversionen</a> gesungen. Besonders die englische Fassung <i>If You Go Away</i> von <a href="Rod_McKuen" title="Rod McKuen">Rod McKuen</a> fand zahlreiche Interpreten. In die deutsche Sprache wurde das Lied unter anderem von <a href="Max_Colpet" title="Max Colpet">Max Colpet</a> als <i>Bitte geh’ nicht fort</i>, gesungen von <a href="Marlene_Dietrich" title="Marlene Dietrich">Marlene Dietrich</a>, und von Heinz Riedel als <i>Geh nicht fort von mir</i><sup id="cite_ref-hoffmann_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-hoffmann-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, gesungen von <a href="Klaus_Hoffmann_(Liedermacher)" title="Klaus Hoffmann (Liedermacher)">Klaus Hoffmann</a>, übertragen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entstehung">Entstehung</h2></div>
<p>Wie bei allen seinen Chansons schrieb Brel den Text zu <i>Ne me quitte pas</i> selbst. Die Musik entstand aus einer Zusammenarbeit Brels mit seinem Pianisten <a href="G%C3%A9rard_Jouannest" title="Gérard Jouannest">Gérard Jouannest</a>. Allerdings wurde das Lied – im Gegensatz zu vielen späteren Gemeinschaftsarbeiten – nur unter Brels Namen registriert, da Jouannest zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der französischen Verwertungsgesellschaft <a href="SACEM" title="SACEM">SACEM</a> eingeschrieben war.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Laut Angaben <a href="Suzanne_Gabriello" title="Suzanne Gabriello">Suzanne Gabriellos</a>, die zur Entstehungszeit des Chansons die Geliebte von Jacques Brel war, schrieb Brel das Chanson für sie und leitete es mit den Worten ein: „Ich habe ein Lied für dich geschrieben und singe es dir jetzt vor.“ Tatsächlich sang Brel das Lied in Gegenwart Gabriellos und eines befreundeten Paares. Er behauptete später allerdings: „Es ist einfach die Geschichte eines Arschlochs und Versagers. Es hat nichts mit irgendeiner Frau zu tun.“<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Musik">Musik</h2></div>
<p><i>Ne me quitte pas</i> wurde von <a href="Fran%C3%A7ois_Rauber" title="François Rauber">François Rauber</a> arrangiert. Es wird eingeleitet durch ein ungewöhnliches Instrument, den singenden Klang der <a href="Ondes_Martenot" title="Ondes Martenot">Ondes Martenot</a>. Dann setzt das Klavierspiel Jouannests ein, das Marc Robine als „déliée et poignante“ (klar und pointiert) bezeichnet und von dem er sich an eine <a href="Nocturne_(Musik)" title="Nocturne (Musik)">Nocturne</a> erinnert fühlt. Das einleitende Thema „mi-mi fa-mi-mi“ (E-E F-E-E) ist laut Robine ein musikalisches Zitat aus dem zweiten Satz der <i>Sechsten Ungarischen Rhapsodie</i> von <a href="Franz_Liszt" title="Franz Liszt">Franz Liszt</a>.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> France Brel und André Salée berichten hingegen, das Lied sei entstanden, nachdem Brel <i><a href="Bilder_einer_Ausstellung" title="Bilder einer Ausstellung">Bilder einer Ausstellung</a></i> in der Bearbeitung <a href="Maurice_Ravel" title="Maurice Ravel">Maurice Ravels</a> gehört habe und von der Gegenstimme der Trompete fasziniert gewesen sei.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Das Lied besteht aus fünf <a href="Strophe" title="Strophe">Strophen</a> mit gegensätzlichen melodischen Bewegungen in ungeraden und geraden Strophen. Erstere sind durch eine ständige Wiederholung desselben <a href="Takt_(Musik)" title="Takt (Musik)">Taktes</a> mit einer nur gering variierenden Tonfolge gekennzeichnet, wobei insgesamt eine Ton um Ton absteigende Bewegung entsteht. Auch die geraden Strophen zeigen denselben Rhythmus, modifizieren allerdings die Melodie stark in einer aufsteigenden Bewegung. Alle Strophen enden mit der viermaligen Wiederholung „Ne me quitte pas“, wobei die letzte Wiederholung jeweils am schwächsten und flehentlichsten gesungen ist.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insgesamt wird das <a href="Leitmotiv" title="Leitmotiv">Leitmotiv</a> im Verlauf des Liedes ganze 23 mal wiederholt.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Brels Gesang wechselt zwischen Depression in den ungeraden und Euphorie in den geraden Strophen. Während die Stimme zu Beginn noch ruhig und fest ist, wird sie im Verlauf des Chansons immer aufgewühlter und schmerzvoller. In den ersten beiden Strophen begleitet lediglich ein Klavier. In der dritten Strophe setzen Geigen ein, die mit ihren langgezogenen Noten den Eindruck von Schmerz verstärken. In der vierten Strophe gesellt sich das <a href="Dynamik_(Musik)" title="Dynamik (Musik)">Crescendo</a> einer Klarinette hinzu, ehe in der Schlussstrophe nur noch die zitternden Ondes Martenot und die <a href="Triller_(Musik)" class="mw-redirect" title="Triller (Musik)">Triller</a> des Klaviers den Gesang begleiten, wobei die Ondes Martenot nach dem Abbruch des Gesangs weiter erklingen und scheinbar nicht enden wollen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Text_und_Deutung">Text und Deutung</h2></div>
<p>Laut Stéphane Hirschi ist das Chanson <i>Ne me quitte pas</i> kein <a href="Liebeslied" title="Liebeslied">Liebeslied</a>, obwohl es häufig als ein solches eingeordnet werde. Es sei vielmehr die Charakterstudie und die Beschreibung einer speziellen Form von Liebe, „l’amour lâche“ („der feigen Liebe“). Ein Mann, den seine Frau verlassen will, fleht sie an, bei ihm zu bleiben. Seine Bitten bleiben ohne Antwort, von Seiten der Frau herrscht Schweigen. In seinem verzweifelten Bemühen um die Fortdauer der Liebe zerfleischt sich der Mann immer stärker, bis er am Ende seine ganze Würde verliert und sich sein Selbst aufzulösen beginnt. Nach eigenen Worten wollte Brel zeigen, „jusqu’où il ne faut pas aller“ („bis wohin es nicht kommen darf“).<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für Patrick Baton kennzeichnet <i>Ne me quitte pas</i> Brels „poétique de l’impossible“ („<a href="Poetik" title="Poetik">Poetik</a> des Unmöglichen“): Ein Mann, der nicht mehr in der Lage ist, die Liebe seiner Partnerin zu gewinnen, flüchtet sich in Illusionen und das Versprechen von unerreichbaren Wundern. Dabei rücke die Person der Partnerin immer mehr in den Hintergrund. Statt ihrer liebe der Liebende die Liebe an sich. Seine Liebe sei von <a href="Narzissmus" title="Narzissmus">Narzissmus</a> geprägt, der einen wirklichen Austausch mit einem Gegenüber unmöglich werden lasse.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ungeachtet des <a href="Pathos" title="Pathos">Pathos</a> seines Vortrags und der überstiegenen poetischen Bilder, in die der Mann seine Liebesversprechen kleidet, beweist seine Selbstverleugnung am Ende für Chris Tinker seine <a href="Impotenz" class="mw-disambig" title="Impotenz">Impotenz</a>.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wie viele Brel’schen Helden erklärt der Mann die Liebe zu seinem Lebensinhalt, zu seinem Gott, doch sie schwankt laut Monique Watrin zwischen den Extremen des Wahnsinns und des Todes.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der ersten Strophe hört man einen Mann, der nicht bereit ist, seine Niederlage einzugestehen, und gegen das Schweigen seiner Frau anredet. Die Sätze des Mannes brechen immer wieder in einem <a href="Anakoluth" title="Anakoluth">Anakoluth</a> ab. Ein zentraler Ausdruck des Chansons ist „oublier le temps“ („die Zeit vergessen“), was über das Vergessen vergangener Vorfälle zwischen den Partnern hinausweist und allgemein den Verlauf der Zeit anhalten möchte, der das (Zusammen-)Leben der Menschen bedroht. Auch die zweite Strophe zeigt die Auflehnung des Mannes gegen die Realität. Er versucht die sterbende Liebe durch von ihm geschaffene Wunder wie „perles de pluie“ („Perlen aus Regen“) neu aufleben zu lassen. Dabei wird die Liebe zum „roi“ („König“) und „loi“ („Gesetz“) überhöht, und die Angebete zur „reine“ („Königin“) erklärt.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die dritte Strophe ist wieder von <a href="Melancholie" title="Melancholie">Melancholie</a> geprägt. Noch wird von der „histoire de ce roi“ („Geschichte dieses Königs“) berichtet und damit die Auflehnung der zweiten Strophe am Leben gehalten, doch die Hoffnungslosigkeit der Rebellion gegen das Schicksal ist bereits zu spüren. Die vierte Strophe verleiht noch einmal der Schwärmerei des Mannes Ausdruck, allerdings hat er die Sicherheit der zweiten Strophe bereits verloren. Mit den beschriebenen Naturwundern – etwa einem Vulkanausbruch als <a href="Metapher" title="Metapher">Metapher</a> der Leidenschaft – wird Bezug auf die zweite Strophe genommen, aus „creuserai la terre“ („die Erde umgraben“) wird nun „terres brûlées“ („verbrannte Erden“). Der Mann muss sich immer wieder der Bestätigung durch die Zeugnisse anderer versichern, sein „je“ („ich“) geht in Pronomen mit unbestimmten Bezug über: „on“ („man“, auch „wir“), „il“ („er“), „ils“ („sie“).<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der fünften und letzten Strophe kommt es schließlich zur vollständigen Auslöschung des Ichs. Der Mann zieht sich zurück auf den Abglanz eines früheren Glückes. Er verlangt nun nicht mehr als seine Angebetete, ihr Tanzen, Singen und Lachen zu beobachten, möchte sich dabei zum „ombre de ton ombre“ („Schatten deines Schattens“) entwickeln. Und als wäre es möglich, sich noch weiter herabzusetzen, mutiert er gar zum „ombre de ton chien“ („Schatten deines Hundes“). Es bleibt ihm am Ende keinerlei Würde mehr, nur die mechanisch wiederholte <a href="Obsession" title="Obsession">Obsession</a> „Ne me quitte pas“ („Verlass mich nicht“).<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für Hirschi zeigt <i>Ne me quitte pas</i> die vollständige Auslöschung eines Menschen, der sich an seine Worte klammert, um nicht zu verstummen, noch nicht zu sterben. Er baue sich in den geraden Strophen eine imaginäre Welt auf, mit der er die Wirklichkeit zu überdecken versuche. Brel beschreibe eine Höllenfahrt bis zu den abschließenden Symbolen der Hand (Hand des Todes) und des Hundes (der Höllenhund <a href="Kerberos" title="Kerberos">Zerberus</a>).<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das angeredete Gegenüber sei am Ende nicht nur eine geliebte Frau, sondern das Leben an sich, das dem Menschen in seiner Einsamkeit keine Antworten gebe. Über die bloße Bedeutung eines Liebesliedes hinaus, sei <i>Ne me quitte pas</i> ein Chanson über die Liebe zum Leben, dessen weltweiter Erfolg auch auf diese unterschwellige existenzielle Bedeutung zurückzuführen sei.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Interpretationen">Interpretationen</h2></div>
<p><i>Ne me quitte pas</i> wurde von Brel selbst in mehreren Fassungen eingesungen (siehe die <a href="Liste_der_Chansons_und_Ver%C3%B6ffentlichungen_von_Jacques_Brel" title="Liste der Chansons und Veröffentlichungen von Jacques Brel">Liste der Chansons und Veröffentlichungen von Jacques Brel</a>). Der französischen Originalaufnahme aus dem Jahr 1959 folgte 1961 die Übersetzung <i>Laat me niet alleen</i> in <a href="Belgisches_Niederl%C3%A4ndisch" title="Belgisches Niederländisch">flämischer Sprache</a>. Im selben Jahr sang Brel eine Live-Version in der <a href="Paris" title="Paris">Pariser</a> <a href="Music_Hall" title="Music Hall">Music Hall</a> <i><a href="Olympia_(Paris)" title="Olympia (Paris)">Olympia</a></i> ein. Im Jahr 1972 folgte eine neu instrumentierte Aufnahme bei Barclay.
</p><p>Zahlreiche andere Sänger interpretierten das Chanson im französischen Original oder in der Übersetzung in andere Sprachen, siehe die <a href="Liste_von_Interpreten_der_Chansons_von_Jacques_Brel" title="Liste von Interpreten der Chansons von Jacques Brel">Liste von Interpreten der Chansons von Jacques Brel</a>. Bereits im Jahr 1988 existierten in den Vereinigten Staaten 270 und in Japan 38 Fassungen des Liedes.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die amerikanische Fassung <i>If You Go Away</i> von <a href="Rod_McKuen" title="Rod McKuen">Rod McKuen</a> erreichte gesungen von <a href="Damita_Jo" title="Damita Jo">Damita Jo</a> im Jahr 1966 Platz 68 der <a href="Billboard_Hot_100" title="Billboard Hot 100">Billboard Hot 100</a> und Platz 10 der <i>Adult Contemporary chart</i>.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach dem Erfolg seiner Brel-Adaption <i><a href="Seasons_in_the_Sun" title="Seasons in the Sun">Seasons in the Sun</a></i> übernahm auch <a href="Terry_Jacks" title="Terry Jacks">Terry Jacks</a> das Lied und erreichte damit die britischen Top 10.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weitere Interpreten von McKuens Fassung waren unter anderem <a href="Frank_Sinatra" title="Frank Sinatra">Frank Sinatra</a>, <a href="Jack_Jones_(S%C3%A4nger)" title="Jack Jones (Sänger)">Jack Jones</a>, <a href="Shirley_Bassey" title="Shirley Bassey">Shirley Bassey</a>, <a href="Dusty_Springfield" title="Dusty Springfield">Dusty Springfield</a>, <a href="Glen_Campbell" title="Glen Campbell">Glen Campbell</a>, <a href="Johnnie_Ray" title="Johnnie Ray">Johnnie Ray</a>, <a href="Julio_Iglesias" title="Julio Iglesias">Julio Iglesias</a>, <a href="The_Seekers" title="The Seekers">The Seekers</a>, <a href="Scott_Walker_(Musiker)" title="Scott Walker (Musiker)">Scott Walker</a>, <a href="Neil_Diamond" title="Neil Diamond">Neil Diamond</a>, <a href="Ray_Charles" title="Ray Charles">Ray Charles</a>, <a href="Chet_Baker" title="Chet Baker">Chet Baker</a>, <a href="Stan_Getz" title="Stan Getz">Stan Getz</a>, <a href="Helen_Merrill" title="Helen Merrill">Helen Merrill</a> und <a href="Cyndi_Lauper" title="Cyndi Lauper">Cyndi Lauper</a>.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei weist McKuens Übertragung deutliche Unterschiede zu Brels Originalversion auf: Während dort eine emotionale, flehende Bitte an die Geliebte gerichtet wird, die bis zur Selbsterniedrigung reicht, sind die Verse bei McKuen deutlich rationaler und verständnisvoller und haben laut Thomas Weick den „süßlichen Charakter einer fast banalen ‚Lovestory‘“. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass manche Interpretationen, wie etwa jene von <a href="Tom_Jones" title="Tom Jones">Tom Jones</a>, die letzte Strophe des Liedes weglassen.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die erste Übertragung ins Deutsche stammte von <a href="Max_Colpet" title="Max Colpet">Max Colpet</a>, dessen <i>Bitte geh’ nicht fort</i> bereits 1963 von <a href="Marlene_Dietrich" title="Marlene Dietrich">Marlene Dietrich</a> gesungen wurde.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch diese Fassung weicht deutlich vom Brel’schen Original ab. So ist die Perspektive von einem Mann auf eine Frau übergegangen und durch den Wegfall der letzten Strophe fehlt abermals die Bedeutungsebene der Selbstauslöschung. <a href="Liesbeth_List" title="Liesbeth List">Liesbeth List</a> wiederholte in ihrer Interpretation des Liedes statt der weggefallenen fünften Strophe die erste, wodurch das Lied einen hoffnungsvollen Ausklang hin auf die Vereinigung der Liebenden erhält.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Übertragung von Heinz Riedel <i>Geh nicht fort von mir</i> aus dem Band <i>Der zivilisierte Affe</i> von 1970<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sang unter anderem der Liedermacher und Brel-Interpret <a href="Klaus_Hoffmann_(Liedermacher)" title="Klaus Hoffmann (Liedermacher)">Klaus Hoffmann</a>.<sup id="cite_ref-hoffmann_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-hoffmann-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<p>Laut Thomas Weick handelt es sich bei <i>Ne me quitte pas</i> um den „berühmtesten und weltweit erfolgreichsten Brel-Chanson“. Bei einer Untersuchung des französischen Meinungsforschungsinstituts <a href="Institut_fran%C3%A7ais_d%E2%80%99opinion_publique" title="Institut français d’opinion publique">IFOP</a> im Auftrag des Senders <a href="France_Inter" title="France Inter">France Inter</a> nach „la plus belle chanson d’amour du répertoire français?“ („dem schönsten französischen Liebeslied“) unter 40 auszuwählenden Chansons landete <i>Ne me quitte pas</i> mit 20 % der Stimmen und deutlichem Abstand auf dem ersten Platz. Frédéric Brun nannte das Lied in der Musikzeitschrift <i>Paroles et Musique</i> 1988 „peut-être la chanson d’amour du siècle“ („vielleicht das Liebeslied des Jahrhunderts“).<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Jacques Brel: <i>Tout Brel</i>. Laffont, Paris 2003, ISBN 2-264-03371-1, S. 179–181 (Abdruck des Textes).</li>
<li>Stéphane Hirschi: <i>Jacques Brel. Chant contre silence</i>. Nizet, Paris 1995, ISBN 2-7078-1199-8, S. 361–370.</li>
<li>Monique Watrin: <i>Brel. La quête du bonheur</i>. Sévigny, Clamart 1990, ISBN 2-907763-10-5, S. 83–86.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblink">Weblink</h2></div>
<ul><li>Jacques Brel – <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=e0esAGxzP6Y">Ne me quitte pas</a> (Official Lyric Video)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Marc Robine: <i>Le Roman de Jacques Brel</i>. Carrière, Paris 2003, ISBN 2-253-15083-5, S. 637.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jacquesbrel.be/mes-chansons/mes-chansons">Mes Chansons</a> auf <i>jacquesbrel.be</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-hoffmann-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-hoffmann_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-hoffmann_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20151228002619/http://www.klaus-hoffmann.com/popup.php5?details=181"><i>Geh nicht fort von mir</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.klaus-hoffmann.com%2Fpopup.php5%3Fdetails%3D181">Originals</a></span> vom 28. Dezember 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.klaus-hoffmann.com/popup.php5?details=181">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.klaus-hoffmann.com/popup.php5?details=181">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.klaus-hoffmann.com</span> auf der Internetseite von <a href="Klaus_Hoffmann_(Liedermacher)" title="Klaus Hoffmann (Liedermacher)">Klaus Hoffmann</a>.</span>
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Olivier Todd: <i>Jacques Brel – ein Leben</i>. Achilla-Presse, Hamburg 1997, ISBN 3-928398-23-7, S. 158.</span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Marc Robine: <i>Le Roman de Jacques Brel</i>, S. 177–178.</span>
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